Der Reimkultur-Blog

In loser Folge nehmen wir hier Stellung zu Themen, die uns beschäftigen.

 
25. November 2020

#Aktion Sendepause

 

Auch Bodo hat den offenen Brief unterzeichnet. Die Links im Text führen über Facebook, da der Aufruf dort verbreitet wurde.

Liebe TV- und Rundfunk Sendeanstalten, liebes Publikum,

wir wenden uns heute stellvertretend für unzählige KünstlerInnen und Kulturschaffende und im Namen der gesamten Veranstaltungsbranche mit der großen Bitte an Sie, uns zu unterstützen, indem sie uns eine symbolische “Schweigeminute” Ihrer Sendezeit schenken.
Damit wir ein gemeinsames, solidarisches Zeichen in die Welt senden! Denn es betrifft uns alle, wenn Kunst & Kultur fehlen.

Wir betonen, dass es uns mit dieser Aktion nicht um einen erneuten Aufruf zu finanzieller Unterstützung geht, denn wir wissen, dass hier bereits aktive Verhandlungen seitens des Bündnisses "Alarmstufe Rot" geführt werden.
An dieser Stelle möchten wir uns im Namen aller Betroffenen beim gesamten Team der „Alarmstufe Rot“ von ganzem Herzen für ihren unermüdlichen Einsatz bedanken. Unser Anliegen, weshalb wir Sie gezielt ansprechen, ist jedoch einer weiteren wichtigen Komponente geschuldet. Einer Komponente, welche durch den Wegfall von Kunst & Kultur einen mindestens ebenso erheblichen Schaden anrichtet, wie das Fehlen von etwaiger finanzieller Unterstützung. Wir sprechen hier von den psychischen und seelischen Auswirkungen. Den Auswirkungen, die mit keinem Geld der Welt geheilt werden können, wenn uns Kulturschaffenden die Luft zum Atmen fehlt und der gesamten Gesellschaft ihr "Klebstoff", ihr Resonanzgefüge, ihre Reibungs- und Reflexionsfläche, ihr Alltagsballastentsorger und so vieles mehr.

Kunst & Kultur sind "Ausdruck des menschlichen Daseins". Ohne sie und ohne den Austausch mit ihr und unseren Mitmenschen, auch außerhalb unserer eigenen vier Wände z.B. in der kleinen geliebten Bar, wo im Hintergrund schummrig Musik läuft, in den Theatern, den Konzertsälen, den Clubs, Opern, Festivals usw., verkümmern wir.

Denn, wohin mit all den ungelebten Emotionen?! Wir möchten hier das Kind beim Namen nennen: durch diese beispiellose Perspektivlosigkeit entstehen noch schneller Depressionen - die ersten vermehrten Suizide, auch in unserer Branche, gab es bereits. Und nicht jeder hat die Resilienz und Stärke, dies alles unbeschadet durchzustehen.

Gerade in Zeiten wie diesen ist unsere Gesellschaft auf Zusammenhalt, das Händereichen und das große Miteinander immens angewiesen. Die Starken stützen die Schwächeren. Und auch wir können und müssen unseren Beitrag hierzu leisten.Dafür braucht es natürlich ein gewisses Grundvertrauen in unsere Kompetenzen, in die Kraft unseres Wirkens, so wie sie auch anderen Branchen zugestanden und entgegengebracht wird. Es wurden seitens der Veranstaltungswirtschaft und der Gastronomie (zwei sehr professionellen Branchen) sehr gut funktionierende Hygienekonzepte erarbeitet, um zumindest ein Minimum an Kunst und Kultur und damit ein ansatzweise normales Leben für uns ALLE zu ermöglichen.
Nachweislich finden die meisten Infektionen eher bei unkontrollierten Zusammenkünften im privaten Rahmen statt – der Veranstaltungssektor trug bislang aber nur unwesentlich zum Infektionsgeschehen bei.

Wir, die wir keine Lobby haben, aber seit Beginn der Pandemie neben dem Hotel- und Gaststättengewerbe am massivsten unter den auferlegten Maßnahmen zu leiden haben und nun, nach dem erstmaligen Luftholen über die Sommermonate erneut komplett in die Knie gezwungen wurden, bitten Sie daher um Hilfe.

Die eingangs erwähnte “Schweigeminute” bzw ”Sendepause“ kann, wenn sie real wird, eine große Außenwirkung und Aufmerksamkeit für unser Anliegen erzielen, um zu versinnbildlichen, dass Kunst & Kultur vielleicht nicht im klassischen Sinne systemrelevant, aber dafür absolut gesellschaftsrelevant sind.

Darum richten wir unseren Appell an Sie:

Unterstützen Sie unser Anliegen, indem sie gemeinsam am Montag, dem 30.11.2020 bis zu einer Minute SENDEPAUSE (Radio: 8.15 Uhr / TV: 20.15 Uhr) einlegen.
Ebenso würden wir uns freuen, wenn Sie (wie bereits z.B das ZDF Morgenmagazin mit Dunja Hayali, der MDR - Mitteldeutscher Rundfunk mit seiner Kulturwoche oder Radio bigFM) Thementage oder -blöcke senden könnten, um auf unsere mehr als prekäre gesamtgesellschaftliche Situation aufmerksam zu machen.

Eine vergleichbare Aktion gab es in der Form noch nicht und wir könnten so ein sehr weitreichendes Zeichen setzen. Denn es würde zum Nachdenken anregen und birgt die Chance und Hoffnung, zu realisieren, was uns ALLEN verloren geht ohne Kunst & Kultur.
Wir erwarten von der Politik, dass sie sich (abgesehen von den finanziellen Lösungsansätzen) auch mit den bereits ausgearbeiteten Hygienekonzepten der Veranstaltungswirtschaft neu auseinander und mit den entsprechenden Vertretern unser Branche an einen Tisch setzt, um den Kulturschaffenden UND der Gesellschaft ein dauerhaftes Licht im Dunkeln zu ermöglichen.

An dieser Stelle möchten wir Till Brönner zitieren:

„Ich denke, es ist an der Zeit mal klarzustellen, worüber wir gerade sprechen. Denn hier geht es nicht um Selbstverwirklicher, die in Ihrer Eitelkeit gekränkt sind. Es geht um uns alle. (…) Und damit hier kein Mißverständnis aufkommt: Wir alle wollen uns schützen und geschützt werden vor diesem verdammten Virus. Aber wenn ein gesamter Berufszweig gezwungen ist, seine Arbeit zum Schutze der Allgemeinheit ruhen zu lassen, dann muss doch die Allgemeinheit auch dafür sorgen, dass diese Menschen nach Corona noch da sind!“

Und genau darum geht es! Wir brauchen dringend ein Zeichen an die Allgemeinheit. Und wir brauchen es JETZT! Denn wie Till Brönner weiter in seiner Brandrede sagte: „Wie wäre es, wenn einfach mal drei Tage der Ton abgedreht oder das Radio keine Musik spielen würde?“

In diesem Sinne erbitten wir von Ihnen lediglich eine Minute für uns ALLE und dies von ganzem Herzen und mit der höchstmöglichen Eindringlichkeit!

Denn schlussendlich sind Sie, liebe TV- und Rundfunksendeanstalten, ja auch Kulturschaffende und (Weiter-)Träger von Kunst & Kultur. Welche Radiosendung ohne Musik? Welcher Fernsehsender ohne Schauspiel und Unterhaltung durch uns KulturERschaffende?!

Deswegen - lasst uns ALLE GEMEINSAM ein ZEICHEN DER SOLIDARITÄT UND GEMEINSCHAFTLICHKEIT senden!

Von Herzen vielen Dank im voraus für jedwede Unterstützung!

Stellvertretend, im Namen unzähliger KünstlerInnen und Kunst- und Kulturschaffenden inklusive der zahlreichen Bereiche für die gesamte Veranstaltungsbranche, gezeichnet:

Für den Bereich U - Musik:

Alexander Klaws | Anni Perka | Alexander Hacke (neubauten.org) & Danielle de Picciotto | Alin Coen | Ali H | Alex Diehl | Beatsteaks | Baby Kreuzberg | BenjRose | Benson | Bengio | Bo Shannon | BRKN | Brunhilde | Chaoze One | Christian Bruhn | Celina Bostic | Christina Lux | Culcha Candela | Diane Weigmann | DONOTS | Enno Bunger | Fetsum | Finna | Flonske | Florian Galow | Géraldine Olivier | Hannes Wittmer | HÖHNER | Illute | Johanna Mross | Jovanka von Wilsdorf | Katja Ebstein | Klaus Spangenberg | Lanny Lanner | Lennart Schilgen | Liv Solveig | Liam Mour |@lotmusik | Luis Baltes | MALONDA | Maidline Aurie | Marusha | Marialy Pacheco | Matze Rossi | Max Buskohl | More Than Words Band | Molley | NKSN | Odeville | Pasquale Aleardi & Die Phonauten | Pelemele | Purple Schulz | Raketen Erna | REZET | Ronny Gander | Sarah Lesch | Sasha | Schrottgrenze | SCHWARZ | Sebastian Krumbiegel | sookee / Sukini | Stefanie Hertel | STOPPOK | Sonja Wiegand | Teesy | The Dead Lovers | The New Roses ...

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Für den Bereich Schauspiel/Theater, Autoren/Illustratoren, Comedians, Moderatoren, Radio & TV und Personen des öffentlichen Lebens:

Adina Vetter | Andreas Rebers | Anja Kling | Annette Frier | Bodo Wartke | Christine Prayon | Claus Theo Gärtner | Gaby Köster | Gregor Marstaller | Heiko Fischer | Henry Hübchen | Holger Stockhaus | Manfred Lehmann | Ilja Richter | Jasmin Tabatabai | @Jasmina Kuhnke | Jutta Speidel | Kai Schumann | Katja Riemann | Khalid Bounouar | Marie Bäumer | Maddin Schneider | Mehrdad Zaeri | @Micha Fritz u.a Millerntor Gallery| Michael Klich | Mirja Boes | Nadja Becker | Oliver Mascucci | Pasquale Aleardi | Ralf Richter | Rufus Beck | Sandra Borgmann | Simone Solga | Tahnee | Tea Loewe | Linus Volkmann ...

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Für den Bereich Klassik:

Barbara Senator - Soprano | Camilla Nylund | Christian Franz |
Constantin Trinks | Cornelius Meister | Daniel Behle | Dietmar Schwarz | Günther Broissböck | Hartmut Haehnchen | Henschel Quartett | Jörg-Andreas Bötticher | Kai Wessel | Maike Menningen | Maria Ricarda Wesseling | Marina Prudenskaya | Mennan Berveniku | Okka van der Damerau | Olga Scheps | Peter Konwitschny | Raed Jazbeh | Rainer Mühlbach | Simone Kermes | Stefan Mickisch | Thomas Rösner | Tobias Wolff | Tomas Netopil | Uwe Eric Laufenberg...

Diese Aktion wird u.a. unterstützt und befürwortet von:

#Kulturgesichter | Berlin Music Commission | Music Women Germany und der AlarmstufeRot - Initiativen & Verbände der Veranstaltungswirtschaft

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DOWNLOAD "Offener Brief":

https://drive.google.com/drive/folders/1yfb7pb-7kMT2aSoav2xmUZX_DULv4pBZ
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#alarmstuferot #ohneunsistsstill #WirvermissendieMusik
#ohneunswirdssstill #kulturerhalten #NeustartKultur #wirfüreuch #ihrfüruns #kunstundkultur #veranstaltungsbranche #veranstaltungswirtschaft

 
 
11. November

Radikalisierungsprävention

 

Heute hat Bodo sein Lied "Die heiligen Schriften 2.0" veröffentlicht. Dazu schreibt er in seinem aktuellen Elektrobrief folgendes:

"Ab sofort ist die Download-Single "Die heiligen Schriften 2.0" in meinem Online-Shop erhältlich und das Video in meinem Medienpool zu sehen. Die Veröffentlichung auf den üblichen Plattformen als Download & Stream folgt demnächst.
Thema meines Liedes sind die Buchreligionen, der fanatisch motivierte Missbrauch der heiligen Texte und der eine oder andere Ansatz zur Lösung.
Damit etwas gegen Verbrechen von religiösen Fanatikern getan werden kann, ist es wichtig zu verstehen, wie Extremismus entsteht. Was sind u.a. die gesellschaftlichen und sozialpsychologischen Aspekte? Der Verein INSIDE OUT bietet deutschlandweit Radikalisierungsprävention für Jugendliche und junge Erwachsene an. Ich halte diese Arbeit - durch Bildung, Forschung und Kunst präventiv zu wirken - für sehr unterstützenswert und spende daher alle Einnahmen aus dem Verkauf des Liedes an INSIDE OUT.

XGames

Eines der Angebote von INSIDE OUT ist XGames. XGames ist ein partizipatives LiveGame, in dem Jugendliche konfrontativ für die Methoden, Argumente und Denkweisen von extremistischen Gruppen und Systemen sensibilisiert werden. Manipulation und Wettbewerb ziehen die Teilnehmenden in einen „Trichter“ der Radikalisierung, aus dem zunächst kein Ausweg erscheint. In der anschließenden Reflexion werden das Erlebte und die eigenen Handlungen aufgearbeitet, um eine Immunisierung vor extremistischem Gedankengut zu erreichen. Die Zielgruppe sind Schüler*innen, Jugendliche und Erwachsene ab 15 Jahren. Der Zeitaufwand beträgt 4 Schulstunden oder 3 Stunden. Für die Lehrer*innen unter Euch - denn, wer sonst erreicht am besten die jungen Menschen - lohnt sich gewiss ein Blick auf die Website.
Die weiteren Angebote, wie den modularer Workshop zur Demokratieförderung oder das interaktive Theaterprojekt Die letzte Mission sowie Informationen zum Projekt Spiel.Raum für JVA-Insass*innen findet Ihr auch auf der Website".

Die Download-Single in Bodos Shop kaufen.

Das Video zum Lied im Medienpool anschauen.

Zur Website von Inside Out

Und hier noch zwei PDFs zu:

 

INSIDE OUT: XGames
FLYER XGames (PDF-Datei 1.463 KB)

INSIDE OUT: XGames mit Dialogsession
XG mit Dialogsession (PDF-Datei 65 KB)

 
02. November 2020

#sangundklanglos #alarmstuferot

 

Kunst und Kultur sind lebensnotwendig & systemrelevant - ohne wird es still! Deshalb unterstützen Bodo und Reimkultur die Aktion #sangundklanglos des Bündnis´ #AlarmstufeRot heute um 20 Uhr auf allen Kanälen. Einen Überblick über alle Beiträge dieser Aktion bietet die Social Media Wall von #AlarmstufeRot.

Bodos Video hier.

Den offziellen Aftermovie zur 2. Großdemonstration am 28.10.2020 in Berlin findet Ihr hier auf YouTube.

 
 
28. Oktober 2020

Offener Brief

 

Sehr geehrte Frau Monika Grütters,
sehr geehrter Herr Hubertus Heil,
sehr geehrter Herr Peter Altmaier,
sehr geehrter Herr Olaf Scholz,
sehr geehrter Herr Jens Spahn,

kaum eine Branche hat seit Beginn der Pandemie härter dafür gearbeitet, ihren Kund*innen bzw. Zuschauer*innen wieder ein sicheres Erlebnis bieten zu können, als die Kulturbranche. Es wurden Hygienekonzepte erarbeitet, Lüftungsanlagen erneuert, Ein- und Auslassregeln erdacht, Nachverfolgungslisten geführt und vieles mehr – immer in enger Zusammenarbeit mit den Behörden.

Warum das alles? Weil man das Virus ernst nimmt, weil man sich der Verantwortung in der Pandemie bewusst ist und weil man sein Publikum keiner Gefahr aussetzen möchte. Damit war der Kulturbetrieb ein konstruktiver Teil der Lösung und nicht des Problems. Der politische Dank für diese Arbeit bleibt – mit Ausnahme folgenloser Lippenbekenntnisse – weitgehend aus.

Hiermit fordern wir, die freischaffenden Humorist*innen und Musiker*innen, Sie dazu auf, endlich für die coronabedingten Schäden, beispielsweise durch die Stilllegung bzw. die drastischen Einschränkungen des Live-Betriebs, aufzukommen. Diese Forderung bezieht sich dabei ganz explizit nicht auf uns wenige Topverdiener der Branche, sondern auf die vielen finanziell angeschlagenen privatwirtschaftlichen Kulturstätten, denen die Schließung droht oder die bereits schließen mussten, was fast zwei Millionen Menschen auf, vor und hinter den Kulissen die berufliche Perspektive genommen hat. Die Situation ist vielerorts so ernst, dass manche Unternehmer und Selbstständige sich bereits aus purer Verzweiflung das Leben genommen haben – es wird endlich Zeit für Sie, zu handeln!

Sie haben Maßnahmen beschlossen, die für uns faktisch einem Berufsverbot gleichkommen. Als Teil der Bewegung #alarmstuferot prangern wir an, dass wir bereits seit sieben Monaten auf konkrete und zielführende Entscheidungen warten. Dabei geht es nicht nur darum, endlich sinnvolle finanzielle Hilfen bereitzustellen, sondern gemeinsam mit uns Perspektiven zu schaffen, wie wir zukünftig den Kulturbetrieb wieder aufnehmen können.

In den letzten Monaten gaben Sie uns das Gefühl, weniger wert zu sein als Autos, Flugzeuge und Fußballspieler. Dabei gehören wir in der derzeitigen Pandemie zu den Wirtschaftszweigen, die ohnehin schon finanziell wesentlich schlechter gestellt sind als andere. Schließlich bekommen viele der (Solo-)Selbstständigen in unserer Branche aktuell kein Kurzarbeitergeld und die meisten auch kein Arbeitslosengeld I. Selbst die Grundsicherung bleibt vielen, trotz vereinfachtem Zugang, verwehrt. Sie fallen nach wie vor durchs Raster der Hilfsmaßnahmen. Die politische Wertschätzung scheint allenfalls den Steuern zu gelten, die diese Selbstständigen seit Jahrzehnten entrichten.

Die bisherigen staatlichen Finanzhilfen konnten nur Wenige aus unserer Branche tatsächlich nutzen, denn sie waren lediglich zur Deckung von Betriebskosten wie z.B. gewerbliche Mieten, Pachten sowie Kredite für Betriebsräume und Leasingaufwendungen gedacht. Kaum ein Selbstständiger in unserem Bereich hat diese Betriebskosten. Was hier die Existenz bedroht, sind private Ausgaben wie Krankenversicherungsbeiträge, Wohnungsmieten und allgemeine Lebenshaltungskosten, die von den Finanzhilfen nicht bezahlt werden dürfen.

Die gesamte Veranstaltungsbranche ist in Deutschland der sechstgrößte Wirtschaftszweig. Hier sind etwa 1,7 Millionen Menschen beschäftigt, und es werden knapp 130 Milliarden Euro direkt umgesetzt. Unsere Spezialisten haben Corona- Konzepte erarbeitet, die auch bei den wenigen Veranstaltungen, die es seit Pandemiebeginn gab, erwiesenermaßen einwandfrei funktioniert haben. Dennoch geriert sich die Politik seit sieben Monaten eher als Kultur-Verhinderer denn als -Förderer. Bei allen Corona-Beschlüssen wurden ganz selbstverständlich Veranstaltungen ein ums andere Mal mit Verboten belegt, während Flugzeuge, Züge, Busse, Bahnen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Saunen wieder gut frequentiert waren. Die pauschalen, undifferenzierten Aufrufe einiger Politiker, Veranstaltungen zu meiden, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die seit Monaten für die sichere Durchführung von professionellen Events kämpfen. Dafür gibt es keine logische Grundlage, denn die wenigen diesjährigen Kulturveranstaltungen, die stattfinden durften, waren im Gegensatz z.B. zu privaten Feiern allesamt keine Superspreader-Events.

Wir fordern:

  • Arbeiten Sie aktiv mit den Vertretern der #alarmstuferot zusammen und setzen Sie ihre Forderungen um!
  • Schaffen   Sie   Finanzhilfen, die der Branche nützen. Selbstständige Kulturschaffende müssen damit auch ihre privaten Kosten decken können.
  • Es müssen einheitliche Szenarien entwickelt werden, die den Kulturbetrieb wieder in Gang setzen. Geben   Sie   den   1,7   Millionen   Menschen   eine Perspektive!
  • Die Politik muss endlich verstehen, dass auch (größere) Veranstaltungen sicher durchführbar sind und dies auch gegenüber der Öffentlichkeit transportieren. Nur   so   gewinnt   das   Publikum   wieder   Vertrauen,   Veranstaltungen   zu besuchen.

 
Helfen Sie uns! Jetzt! Sonst werden wir in ein paar Monaten kulturell ein ärmeres Land sein. Vieles von dem, was dann verschwindet, wird nicht wiederkommen. Damit wird nicht nur produktiven Mitgliedern eines Wirtschaftssystems die Lebensgrundlage genommen, sondern eine Gesellschaft ihrer Seele beraubt.

Mit freundlichen Grüßen

Carolin Kebekus | Tobias Mann | Atze Schröder | Bastian Pastewka | Bela B | Bodo Wartke | Bülent Ceylan |  Chris Tall | Christoph Sieber | Dagmar Schönleber | Daphnede Luxe | David Kebekus | Dieter Nuhr | Donots | Dr. Eckart von Hirschhausen | Eure Mütter | Felix Lobrecht | Florian Schroeder | Gaby Köster | Gerburg Jahnke | Gregor Meyle | Hazel Brugger | Heinrich del Core | Helmut Schleich | Hugo Egon Balder | Ines Anioli | Jeannine Michaelsen | Johann König | Johannes Oerding | Kasalla | Lisa Feller | Luke Mockridge | Mario Barth | Markus Krebs | Martin Frank | Max Giermann | Max Mutzke | Michael Mittermeier | Micky Beisenherz | Niedeckens BAP | Olaf Schubert | Özcan Cosar | Querbeat | Peter Maffay | Paul Panzer | Ralf Schmitz | Ralph Ruthe | Sasha | The BossHoss | Tobias Künzel (Die Prinzen) | Torsten Sträter | Wolfgang Haffner

 

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