Der Reimkultur-Blog

In loser Folge nehmen wir hier Stellung zu Themen, die uns beschäftigen.

 
25. Januar 2016

Auf der Kulturbörse zu Gast!

Kulturbörse in Freiburg

 

Reimkultur präsentiert sich zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf der Internationalen Freiburger Kulturbörse vom 25. bis 28. Januar. Fast die komplette Belegschaft aus unserem Hamburger Büro ist in der Woche vor Ort präsent.

Die IKF ist eine Fachmesse und wird vor allem von folgenden Zielgruppen besucht: Veranstalter, Agenten, Eventfachleute, Produzenten, Künstler/Gruppen wie auch Medienvertreter und Dienstleistungsunternehmen.

Wir stellen Reimkultur und unseren Hauptkünstler Bodo Wartke vor und haben die Liedermacherin Fee Badenius (Dienstag & Mittwoch) sowie die Berliner Band Tonträger (Di & Mi & Do) an unserem Stand zu Gast. Tonträger spielen im Theatersaal 1 am Dienstag ein Set von 11.20-11.40 Uhr!

Mehr Infos zur Messe. Morgen gibt es ein paar Bilder an dieser Stelle.
Das Reimkultur-Team

 
ikf
 
09. Oktober 2014

Wir verschicken ab sofort mit DHL

Unser Versandpartner ab Oktober 2014:

die DHL

 

Seit Oktober 2014 arbeiten wir als Versandpartner für unsere Sendungen innerhalb Deutschlands ausschließlich mit DHL zusammen. Für Euch als Kunden bedeutet das ein paar Veränderungen, wenn Ihr in einem unserer Online-Shops bestellt:
-          Wir erheben ab sofort für Sendungen eine Versandkostenpauschale von 3,50 €.
-          Ab einem Bestellwert von 50 € ist die Lieferung versandkostenfrei.
-          Wir führen einen Mindestbestellwert ein, er beträgt 5,90 €.    

Dafür bieten wir nun Leistungen, die es bislang bei uns noch nicht gab:
-          Alle Sendungen lassen sich per Sendungsnummer nachverfolgen.
-          Alle Sendungen sind versichert.
-          Auch Büchersendungen werden jetzt von einem Tag auf den nächsten geliefert.
-          Alle Sendungen werden per GoGreen Versand transportiert. 

Weiterhin bieten wir kostenlose Geschenkverpackungen an und auch für die Rücksendungen fallen wie bislang weder Versandkosten noch Gebühren an.

Die Umstellung auf DHL bedeutet für uns eine einfachere und schnellere Abwicklung verschiedener Vorgänge. Mit mittlerweile 14.000 Sendungen, die wir jährlich an Euch verschicken, sind wir an die Grenze dessen gekommen, was wir als Familienbetrieb mit zwei Angestellten leisten können. Da wir kein Interesse daran hatten, unseren Vertrieb in andere Hände zu legen, haben wir uns einen Partner zur Unterstützung gesucht. So werden jetzt beispielsweise die Päckchen und Pakete bei uns am Lager abgeholt und nicht mehr von uns selbst jeden Tag zur Post gebracht. Denn mit der Menge an Sendungen, die wir einliefern, haben wir auch die örtliche Postfiliale an ihre Grenze gebracht.

DHL ist für uns ein vertrauenswürdiger Partner und ein Unternehmen, bei dem wir gemerkt haben, dass das Thema soziale Verantwortung keine leere Worthülse ist. So sind im Gegensatz zu anderen Paketdiensten bei DHL die Auslieferer festangestellte Mitarbeiter und keine Subunternehmer. Darüber hinaus engagiert sich DHL weltweit in den Bereichen Umweltschutz, Katastrophenmanagement und Bildung.

Mit der Umstellung auf DHL erheben wir höhere Versandkosten. Diese schlägt sich nicht nur auf Kundenseite nieder. Im Gegenteil, die höheren Kosten teilen wir zwischen Euch und uns auf. Wir finanzieren einen Teil der Kosten aus unserem Gesamtgewinn (eine Mischkalkulation aus Margen und Versandeinnahmen), während wir gleichzeitig unseren Kundenstamm vergemeinschaften und alle den gleichen Preis bezahlen lassen. Dafür können wir ab einem höheren Bestellwert eine freie Lieferung anbieten.

Wir rechnen darüber hinaus (und nichtsdestotrotz) mit einem weiter steigenden Aufkommen von Bestellungen. Das führt dann wieder dazu, dass wir mit DHL einen anderen Vertrag aushandeln können, durch den die Versandkosten niedriger ausfallen.

 
 
16. September 2014

Warum müsst Ihr bei uns Versandkosten zahlen?

Versand ist eine Dienstleistung,

die Geld kostet.

 

Kürzlich erreichte uns der Vorwurf, unsere Gebühren- und Versandkostenstruktur sei „nicht zeitgemäß“. Wir können das sehr gut nachvollziehen. Denn es ist tatsächlich so, dass die meisten Menschen mittlerweile gewöhnt sind an die Gebührenstrukturen marktbeherrschender Konzerne.
Sind wir, der Reimkultur Musikverlag, jetzt also altmodisch, unzeitgemäß und haben wir den Anschluss verpasst, weil wir nicht nur die Kosten weiterberechnen, sondern auch noch offen legen, dass wir das tun? Im Gegenteil! Wir wollen Euch gerne erklären, warum wir es so machen, wie wir es machen.

Fakt ist, dass Versand eine Dienstleistung ist, die Geld kostet. Es ist ein Vorgang, bei dem Menschen und Maschinen für uns arbeiten. Wir als Vertrieb von CDs, DVDs, Büchern, Notenbüchern etc. berechnen de facto bei uns anfallende Gebühren und Versandkosten weiter. Das tun wir, ohne uns daran zu bereichern.

Diese tatsächlichen Kosten fallen natürlich auch bei den großen Versandhändlern an. Aber die tragen diese Kosten nicht selbst. Stattdessen verteilen sie sie in einer Mischkalkulation auf:
- die Kunstschaffenden, die zu miserablen Konditionen an den Händler verkaufen müssen (Amazon fordert z.B. von kleineren Verlagen und Labels rund 50% von jedem Buch und 45% von jeder CD),
 - die Kunden, die stattdessen (häufig ohne es zu merken) höhere Preise für das eigentliche Produkt bezahlen
 - ihre Mitarbeiter und die der Logistikunternehmen, die für immer weniger Geld immer mehr und unter äußerst fragwürdigen Bedingungen arbeiten müssen.

Diese Missstände hat beispielsweise Günter Wallraff bei einer Undercover-Recherche als Paketbote selbst erlebt und bei Spiegel online öffentlich gemacht.

Letztendlich bedeutet "zeitgemäß" also in diesem Zusammenhang "nicht nachhaltig und nicht transparent". Wir wollen beides sein und wir hoffen, dass sich langfristig ein Bewusstsein für den Wert von Kunst und Arbeit gegen die monopolfördernde Gratismentalität durchsetzt.

 
 
16. Dezember 2013

Online Handel in der Musikbranche

Die schöne neue Bestellwelt

hat auch ihre Kehrseiten

 

Der Online-Handel boomt, jeder kann jederzeit jedes gewünschte Produkt bestellen und binnen 24 Stunden liefern lassen. Wie praktisch, unsere schöne neue Welt. Jedenfalls auf dieser Seite vom Computer. Denn der Blick hinter die Kulissen zeigt ein anderes Bild. Die Mitarbeiter der großen Online-Vesandhandel sind einem extremen Druck ausgeliefert, um den Kunden allen Komfort zu bieten.

Immer wieder gibt es aufrüttelnde Berichte über Online-Riesen, die ihre Mitarbeiter wie Maschinen behandeln, himmelschreiende soziale Arbeitsbedingungen bieten, eine saisonale „Hire & Fire“ Politik betreiben und die geltenden Arbeitsgesetze bis zuletzt für sich ausnutzen.

Bei Amazon zum Beispiel ist es Gang und Gebe, zu den Stoßzeiten – etwa vor Weihnachten – Saisonarbeiter einzustellen. Oft handelt es sich um Niedrig-Lohn-Leiharbeiter aus dem Ausland, die in Wohn-Camps untergebracht werden, wo sie überwacht werden wie Häftlinge. Nach der Saison werden sie dann wieder entlassen oder waren von Anfang an nur befristet angestellt. Gleichzeitig schafft es das Unternehmen mit diesen Methoden, so viel Gewinn zu machen, dass es in den USA mittlerweile fast den ganzen Buchmarkt beherrscht und mutwillig die Preise nach oben treiben kann.

Wann immer ein solcher Missstand öffentlich wird, geht ein großes Raunen durch die Gesellschaft. In sozialen Netzwerken wird viel diskutiert, Petitionen und empörte Leserbriefe werden verfasst und abschickt. Kurze Zeit später legt sich der Medienrummel oder ein anderes Thema steht im Mittelpunkt und alle setzen sich zurück an ihre Rechner, um ihre Waren da zu bestellen, wo es so schön billig und einfach ist. Naja, nicht alle, aber doch viele. Viel zu viele, leider.

Nun mögt Ihr Euch fragen, warum Ihr unsere Produkte überhaupt bei Amazon bestellen könnt, wenn dieses Unternehmen doch so sehr gegen unsere Prinzipien ist. Die Antwort lautet, es ist fast unmöglich, seine Produkte nicht bei Amazon zu verkaufen. Denn Amazon kann die Produkte auf dem gleichen Weg bestellen wie der Einzelhandel. Die einzige Möglichkeit, dass unsere Produkte nicht bei Amazon erhältlich wären, wäre ein kompletter Verzicht auf den Handelsverkauf. Den wollen wir uns wiederum nicht diktieren lassen.

Was wir aber machen können, ist an Euch – die Käufer – zu appellieren: Kauft anderswo!

Der Einkauf bei alternativen Online-Anbietern ist ebenso komfortabel und unkompliziert.

Und in den meisten Fällen landet das Geld, das man bezahlt, auch an der richtigen Stelle: Beim Produzenten des Produktes und nicht beim Zwischenhändler, der sich eine unverhältnismäßig dicke Scheibe vom Gewinn abschneidet. Für uns stellt sich das so dar: Bei einer über Amazon verkauften CD kommt nur rund ein Drittel des Preises, den Ihr bezahlt, bei uns an. Bei einer über www.bodowartke.de/shop verkauften CD bleibt – nach den Abzügen für den Betrieb unseres Versands – das Geld bei uns. Wir finanzieren davon einen kompletten Musikverlag mit fest angestellten Mitarbeitern. Und stecken Euer Geld in neue Programme ebenso wie in neue und nachhaltige Produkte. Gerade in unserem Geschäft, der Musikbranche, ist anzunehmen, dass wer sich eine CD, eine DVD oder ein T-Shirt von einem Künstler oder einer Band kauft, doch genau deren Kunst unterstützen und fördern will.

Für andere Branchen gilt das gleiche Prinzip: wer bei einem kleinen Online-Kleiderladen fair gehandelte Kleidung aus Bio-Rohstoffen bestellt, kann ziemlich sicher sein, dass auch dort die Angestellten besser behandelt und bezahlt werden als bei Amazon.

Jeder kann es zu seiner bewussten Entscheidung machen, wo er im Netz einkauft und wo sein Geld landet. Wir sollten also überlegen, was wir uns leisten können und wollen. Billig geht immer, aber trotzdem haben alle Dinge ihren Preis. Und wenn wir ihn nicht bezahlen, dann irgendjemand sonst. Entweder die Arbeiter oder die Umwelt.

Wer noch mehr lesen will, findet spannende Artikel in Le Monde Diplomatique, Die Zeit und Cicero. Auch das Ttitelthema des aktuellen Stern (Nr. 51, 12.12.2013) beschäftigt sich mit den Arbeitsbedingungen bei amazon.

 

 

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